Museum

Pfeiferstube

Im alten Rathaus Niklashausen hat der Förderverein Niklashausen e.V. Ende der 80er Jahre begonnen, ein Museum einzurichten. Die Räumlichkeiten selbst waren in einem äußerst schlechten Zustand, so dass erst sehr umfangreiche bauliche Verbesserungen vorgenommen werden mussten. Im September 1991 konnte dann das Kernstück des Museums, die „Pfeiferstube“ eröffnet werden. Sie enthält eine Dokumentation über Leben und Wirken des berühmten „Pfeifers von Niklashausen“. Anschaulich werden dem Besucher –mit oder ohne Führung- die Geschichtsabläufe vermittelt; auf großen Schautafeln sind Texte, Karten, Bilder aus den verschiedenen Chroniken und Holzschnitte zu sehen, in Vitrinen ist die gesamte erhältliche Literatur und die musikalische und darstellerische Aufarbeitung des Geschehens im Jahre 1476 ausgestellt, beispielsweise die Habilitationsschrift von Prof.Dr.Klaus Arnold oder die beiden in den letzten Jahren veröffentlichten Romane „Hans der Pfeifer“ von Uwe Klausner und „Rebell in Herrgotts Namen“ von Gunther Haug.

Steinhauerstube

Die Steinhauerstube wurde im September 1999 eröffnet.

Niklashausen war bedingt durch die geringe landwirtschaftlich zu bewirtschaftende Fläche und durch den vorhandenen Buntsandstein von jeher ein Steinhauerdorf. In der teinhauerstube werden die verschiedenen Bearbeitungsmethoden des roten Sandsteins mit den entsprechenden Werkzeugen gezeigt, Bilder von in Niklashausen vorhandenen geschlossenen und noch offenen Steinbrüchen sind ebenso vorhanden wie die Darstellung von neuzeitlichen Bearbeitungsmethoden und die Firmengeschichte der Natursteinwerke Hofmann. Ein schönes Grabkreuz und ein Nadelkissen aus Sandstein zeigen die praktische Arbeit der Steinmetzen

Dorfchronik

Ebenfalls im September 1999 wurde eine Stube mit der „Dorfchronik“ eröffnet:

Alte Karten –beginnend im Jahr 1662-, mindestens eine vergrößerte Ansichtskarte aus jedem Jahrzehnt –beginnend etwa 1900-, alte Schul-, Vereins- und Soldatenbilder, Bilder von Theateraufführungen im Jahr 1901/02 über den Pfeifer, die Kirchengeschichte der historischen Kirche von Niklashausen sowie –auf Anfrage- eine Hostienbüchse von 1662 aus der Kirche und vieles mehr sind hier zu sehen.

Bauernstube

Im Mai 2004 konnte die „Stube mit ländlichem Hausrat“ eröffnet werden:

Sie enthält unzählige Gegenstände aus Haus, Hof und Stall aus den letzten Jahrhunderten, und zwar ganz überwiegend aus Niklashausen. So sind Beispielsweise alte Herde, Butterfässer, Brotkörbe und Brötchenteiler aus einer alten Backstube, ein Tabakschneider, eine Babywaage, Nähmaschinen, Telefone, Bügeleisen, Wärmflaschen, Radios und Fotoapparate, hauswirtschaftliche Gegenstände wie Waffeleisen, Geschirr, Flaschen – auch aus der früher hier ansässigen Limonaden- und Sprudelfabrik Ries und aus der Brauerei Bronnbach – ebenso zu sehen wie alte Schlittschuhe und Ski, Schusterwerkzeug, ein Opfergeldsortierer aus Werbach, eine Rübensämaschine, Huckenkörbe, in denen die Frauen früher das Gras vom Berghang holten, Waagen, Krautfässer, Sensen, Sicheln, Dreschflegel und vieles mehr.